Dafür müssen erst einige Begrifflichkeiten erklärt werden:
Herzfrequenzvariabilität (HRV)
HRV bedeutet:
Der Abstand zwischen zwei Herzschlägen ist nicht immer exakt gleich.
Ein gesund reguliertes Nervensystem zeigt flexible kleine Schwankungen zwischen den Herzschlägen.
Hohe HRV bedeutet:
- Dein Körper kann sich schnell anpassen.
- Du kannst zwischen Anspannung und Entspannung wechseln.
- Du bist stressregulationsfähig.
Niedrige HRV bedeutet:
- Dein System ist starr.
- Stress bleibt länger im Körper.
- Regulation fällt schwerer.
Resonanzatmung erhöht nachweislich die HRV.
Barorezeptoren
Barorezeptoren sind Drucksensoren in deinen Blutgefäßen.
Sie sitzen:
- in der Halsschlagader (Karotissinus)
- im Aortenbogen (Hauptschlagader)
Ihre Aufgabe:
Sie messen permanent deinen Blutdruck und melden diese Information an dein Gehirn.
Wenn du langsam und rhythmisch atmest, verändert sich dein Blutdruck in einem gleichmäßigen Rhythmus.
Die Barorezeptoren registrieren das – und senden ein Signal an dein Gehirn:
„Alles ist stabil.“
Dadurch wird der sogenannte Baroreflex aktiviert.
Der Vagusnerv
Der Vagusnerv ist der wichtigste Nerv des parasympathischen Systems.
Er ist zuständig für:
- Beruhigung
- Regeneration
- soziale Sicherheit
- emotionale Stabilität
Wenn die Barorezeptoren rhythmisch stimuliert werden, wird der Vagusnerv aktiviert.
Das Ergebnis:
- Herzfrequenz sinkt
- Muskelspannung nimmt ab
- Stressreaktionen fahren herunter